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Rudolfsheimer Stadtkreuzweg
© Leopold Mantler

Unser Rudolfsheimer Stadtkreuzweg beginnt am Freitag, dem 16. März 2018 um 18 Uhr 30 am Kardinal Rauscher Platz vor der Rudolfsheimer Kirche und führt über die Schmelz zur Kirche Neufünfhaus. Die einzelnen, von unseren Teilgemeinden gestalteten, Stationen haben „Mut“ als zentrales Thema. Mit einer Abendmesse findet unser Kreuzweg dann den Abschluss.

Nachstehend ein paar Gedanken zum Thema „Mut“. Schon 2016 beschäftigte sich ein Impuls damit. Klicken Sie hier um nachzulesen.

Mit dem Aschenkreuz haben wir die Fastenzeit begonnen. Dieses Kreuz begleitet uns nun durch die vierzig Tage der Fastenzeit. Das Kreuzzeichen auf der Stirne zu tragen ist ein Bekenntnis zu unserem Glauben und kündet von Mut.

Als Jesus seinen Kreuzweg hinauf nach Golgotha ging, da gab es viele Zuschauer entlang des Weges. Viele, die wissen wollten, wie Jesus zurechtkam mit der Situation, nachdem er doch schon so viel Kritisches bestanden hatte. Einer der zufällig des Weges kam, der vielleicht gar nicht zuschauen wollte, diesem geschieht, was den Menschen immer in den Begegnungen mit Jesus passierte: er wird aus der Masse herausgenommen, er ist nun nicht mehr einer unter vielen, anonym und ohne jedes Gesicht. Er ist einer den wir mit Namen kennen: Simon von Cyrene. Angestarrt von den am Rande stehenden, die Angst vor den Römern im Nacken trug er mutig das Kreuz ein Stück des Leidensweges für Jesus.

Je mehr wir uns mit der kurzen Erzählung im Markusevangelium beschäftigen, desto bewusster wird uns: Die Welt braucht Zeugen nicht Zuschauer. Nicht bloße Lippenbekenntnisse. Gelebte Zeugnisse, in der Familie, in der Gemeinde und unserem Nächsten gegenüber. Dazu braucht es Mut und Kraft, den Weg mit Christus zu gehen. Das Stück Kreuzweg, das Jesus und Simon von Cyrene miteinander gegangen sind, blieb nicht ohne Konsequenzen für uns. Denken wir daran: Unsere Welt braucht Zeugen, keine Zuschauer!

(Leopold Mantler)