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Der „Gute Hirte Sonntag“
© Inge Beck

Wenn wir uns einen Hirten vorstellen, so kommt uns das Bild einer der vielen idyllischen Almen in unserem Land in den Sinn. Die Kühe oder Schafe liegen im Gras, der wachsame Schäferhund lässt die Herde nicht aus den Augen und der Hirte sitzt gemütlich auf einer Bank und stopft seine Pfeife. So schön und lieblich wir das als Städter sehen, so hart und von Entbehrungen geprägt ist doch die Arbeit des Hirten. Er trägt die Verantwortung für die ihm überlassenen Tiere, muss auf Gefahren achten und verletzte und gebrechliche Tiere versorgen. Es ist deshalb nicht verwunderlich, dass er all die ihm überantworteten Tiere mit Namen kennt. Im Johannes Evangelium steht geschrieben: „Ich kenne meine Schafe und die meinen kennen mich!“

Auch wir als Gemeinde in Rudolfsheim sollten einander mit dem Namen kennen. Vielleicht ist es Ihnen noch nicht so aufgefallen, vor dem Sonntagsgottesdienst werden die Kirchenbesucher vor dem Kirchentor von einem Verantwortlichen begrüßt. Eine Initiative und Neubelebung von Pfarrer Martin, die helfen soll uns näher und persönlicher kennenzulernen. Viele Jahrzehnte hat diese Aufgabe Schwester Trude erfüllt. Sie stand mit den „Verkündzetteln“ beim Kirchentor und kannte bald alle Menschen mit Namen und nicht nur das, auch für die Probleme und Nöte hatte sie ein offenes Ohr. So war sie für viele, bildlich gesehen, der Gute Hirte der Pfarre. In diesen Tagen jährt sich der Todestag von Prälat Dr. Franz Gstaltmeyr, der die Gemeinde wie ein Hirte behütete und die Schäfchen um sich sammelte. Nicht wenige dieser Schäfchen sind heute noch aktiv in der Gemeinde tätig und prägen das Gesamtbild. Was in unserer Gemeinde aber nottut ist ein Generationenwechsel. Wir möchten Sie deshalb ansprechen und bitten mitzuhelfen in unserer Gemeinde. Vielfältig sind die Möglichkeiten sich einzubringen und unser Gemeindeleben bunter zu gestalten.

(Leopold Mantler)