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21. Februar 1945
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Der 21. Februar 1945 war ein schwarzer Tag für unsere Pfarre. Amerikanische Bomber flogen einen Bombenangriff auf die Wiener Bezirke 1., 9., 12., 13., und 14. Im Laufe dieser Luftangriffe auf Wien, fielen zum ersten und einzigen Mal Bomben auf unser Pfarrgebiet, das wegen seiner unmittelbaren Nähe zum Westbahnhof besonders gefährdet war.

In der Kannegasse, der Chrobakgasse, der Loeschenkohlgasse, der Stutterheimstraße, der Krebsengartengasse und in der Märzstraße (63 und 65) - neben der Kirche - wurden mehrere Häuser bei den Bombenangriffen zerstört. So trafen Bomben den Holzplatz in der Goldschlagstraße, in der Wurmsergasse Ecke Goldschlagstraße wurde jenes Gebäude zur Gänze zerstört, dass bis zur Machtergreifung der Nationalsozialisten ein jüdisches Waisenhaus gewesen war.

© Pfarre Hildegard Burjan, Teilgemeinde Rudolfsheim

Auch der Pavillon 4 (Isolierpavillon) vom Elisabeth-Spital (damals Johann-Peter-Frank-Krankenhaus) wurde zerstört. Eine Bombe detonierte auf dem Kardinal Rauscher Platz in unmittelbarer Nähe der Kirchenstiegen. Das schwere, eichene Kirchentor wurde aus den Angeln gerissen und die Orgel schwer beschädigt. Bis auf die Fenster in der Apsis und über dem Josefs Altar wurden alle Kirchenfenster und auch fast das gesamte Kirchendach zerstört.
Lesen sie hier, wie Pfarrer KR. Johannes Mahr diese Tage in der Pfarrchronik festgehalten hat.

(Leopold Mantler)